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Forza TuS Board Das Diskussions-Board rund um TuS Koblenz!
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TuSThomas Administrator


Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 22:37 Titel: Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen 0:1 (0:0) |
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Oberhausen mischt im Kampf um die Aufstiegsplätze mit
König setzt die TuS matt
Rot-Weiß Oberhausen entführte durch einen verdienten 1:0-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz drei Punkte vom Deutschen Eck. Koblenz agierte zwar bemüht und verzeichnete auch streckenweise mehr Ballbesitz, zielstrebiger vor allem bei schnellen Kontern war RWO. Mann des Spiels für die Luginger-Elf, die sich vorne in der Tabelle festsetzt, war Ronny König, der mit seinem Kopfball den Siegtreffer markierte.
TuS-Coach Uwe Rapolder veränderte seine Anfangself nach dem 1:1-Remis in Augsburg auf einer Position: Der erfahrene Lense ersetzte in der Innenverteidigung Morack. Oberhausens Übungsleiter Jürgen Luginger baute seine Startformation im Vergleich zum 1:0-Derbysieg gegen den MSV Duisburg ebenfalls einmal um: Heppke kam für Petersch im RWO-Mittelfeld von Beginn an zum Einsatz.
Die TuS agierte auf dem heimischen Oberwerth in einer flotten, aber höhepunktarmen Anphangsphase etwas mutiger. Besonders Stieber forderte die RWO-Defensive durch ständige Rochaden. Der Ungar zeichnete sich auch in der 6. Minute nach verunglückter Kopfball-Klärung von Miletic für die erste Halbchance der TuS verantwortlich. Letztlich mangelte es beiden Teams aber an Durchschlagskraft und Präzision, um weitere gefährliche Offensivaktionen zu generieren. Koblenz hatte etwas mehr Ballbesitz und bemühte sich weiter redlich in der Vorwärtsbewegung, wies dabei aber eine zu hohe Fehlerquote auf. RWO stand im Abwehrverbund gut sortiert und schaltete in gewohnter Manier nach Balleroberung schnell um.
Nach diesem Strickmuster hatte Gordon die erste gute Gelegenheit für Oberhausen, zielte mit seinem fulminanten Schuss aus gut 25 Metern am rechten Toreck vorbei (18.). Weitere Chancen waren in der Folge hüben wie drüben am Deutschen Eck jedoch Mangelware und beide konzentriert arbeitenden Abwehrreihen sahen sich so vor wenig Probleme gestellt. Koblenz hat etwas mehr Ballbesitz, agierte aber oft zu durchsichtig. Die Luginger Elf probierte es weiter ohne Erfolg mit schnellen Kontern.
Die Partie bewegte sich in dieser Phase auf schwachem Niveau, was sich erst in der Schlussphase der ersten Hälfte veränderte. Auf Seite der noch einmal Druck aufbauenden Rapolder-Schützlinge trafen aber Spielgestalter Melinho und Murati bei ansehnlichen Schüssen aber nicht ins Tor (39. und 42.), für RWO vergab Stoppelkamp nach engagierten Sololauf die Chance auf die Führung (45.).
Nach Wiederanpfiff war die Fehlerquote im Spiel beider Mannschaften erneut zunächst weiter zu hoch, um den Zuschauern auf dem Oberwerth ein unterhaltsames Spiel zu bieten. Für Unterhaltung im positiven Sinn, zumindest für die spärlichen Gästefans, sorgten dann aber die Oberhausener: Schmidtgal brachte eine Ecke nach innen. Dort behauptete sich Sturmtank König im heftigen Luftkampf gegen Mavric und köpfte zu seinem dritten Saisontreffer ein (52.).
Die Führung gab den Gästen vom Niederrhein Sicherheit. RWO hatte die Partie gegen zu einfallslose Hausherren in dieser Phase im Griff und zeigten gefällige und schnell vorgetragene Ballpassagen. Doch die TuS wehrte sich nachfolgend, baute noch einmal Druck auf und kam zu einer Reihe von Halbchancen, wie etwa einem Kopfball des eingewechselten Johannes Rahn (70.).
Deutlich gefährlicher vor dem gegnerischen Tor zeigte sich Oberhausen. König, dessen Kopfball aus kurzer Distanz Yelldell reaktionsschnell parierte und eine Minute später Landers nach einem Lauf über das halbe Feld verpassten es aber, die Führung für RWO auszubauen (74.). In der Schlussphase packten hilflose Koblenzer noch einmal die Brechstange aus, fanden aber zumeist mit dem Mittel hoher Bälle keinen Weg durch die Oberhausener Abwehr. Dennoch hätte Mavric nach Flanke des eingewechselten Maletic noch fast den Ausgleich erzielt, scheiterte aber mit seinem Kopfball an der Oberkante der Latte (90.).
Die TuS Koblenz empfängt am kommenden 9. Spieltag sonntags (18. Oktober) Rot Weiss Ahlen. Bereits zwei Tage zuvor bekommt es RWO im Niederrhein-Stadion mit dem FC St. Pauli zu tun.
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TuSThomas Administrator


Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 22:38 Titel: |
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Bittere Heimniederlage: Die TuS verliert 0:1 gegen Oberhausen
Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen mit dem Auswärtspunkt in Augsburg und dem Erreichen des Pokal-Achtelfinals musste die TuS Koblenz im Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen wieder einen Rückschlag hinnehmen: Die überraschend gut in die Saison gestarteten "Kleeblätter" behielten in einer mäßigen Partie mit 1:0 die Oberhand. Das Tor des Tages erzielte Stürmer Ronny König in der 52. Minute.
Torchancen waren vor 6.726 Zuschauern im Stadion Oberwerth Mangelware, es entwickelte sich ein regelrechtes Geduldsspiel. Die TuS zeigte über die gesamte Spielzeit zwar etwas mehr Initiative, kam gegen stabil stehende Gäste aber kaum zu zwingenden Torchancen. Vor der Pause versuchten sich Zoltan Stieber (5.), Melinho (39.) und Murati (42.), brachten mit ihren Abschlüssen das gegnerische Gehäuse aber nicht in Gefahr. Oberhausen lauerte auf Konter und beschränkte sich mehr auf Spielkontrolle denn auf eigene Akzente. Wohl auch deshalb, weil dem Team von Trainer Jürgen Luginger ein Punktgewinn reichte.
Ähnlich ging es dann auch nach der Halbzeitpause weiter - dass eine Standardsituation den einzigen Treffer einleitete, passte ins Bild: Nach einer Ecke des agilen Heinrich Schmidtgal stieg Ronny König höher als Matej Mavric und köpfte ein (52.). Die Koblenzer erhöhten den Druck immer nur phasenweise, während RWO weiter sicher stand und sehr abgeklärt wirkte. In der 70. Minute köpfte der eingewechselte Johannes Rahn nach einer Ecke von Melinho am zweiten Pfosten vorbei, vier Minuten später rettete Yelldell gegen König. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Matej Mavric, der fast mit einem Schlusspfiff einen Kopfball an die Latte setzte.
Unterm Strich eine bittere Heimniederlage für die TuS, die gegen stabile Oberhausener zu wenig Kreativität entwickelte. Mit fünf Punkten aus acht Partien bleiben die Koblenzer damit auf dem Relegationsplatz - auch die schlechter platzierten Frankfurt und Ahlen können an diesem Wochenende nicht mehr vorbeiziehen. Ein Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen im nächsten Heimspiel ist nun aber Pflicht, um den Abstand auf die sicheren Ränge nicht zu groß werden zu lassen. Durch die Länderspielpause hat Uwe Rapolder nun zwei Wochen Zeit, um seine Mannschaft auf das Duell gegen seinen Ex-Klub vorzubereiten.
TuS-Trainer Uwe Rapolder: "Ich bin total enttäuscht. Wir wollten heute die Wende herbeiführen - von daher war das Ergebnis ein richtiger Rückschlag. Die Devise heute war klar, das hat jeder gesehen - aber in unserer Situation ist nun auch mal Verkrampfung mit im Spiel. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das nur durch einen Standard entschieden werden konnte. Shefki Kuqi war heute indisponiert - und dann fällt uns nicht viel ein. Es ist zwar noch genug Zeit, um unser Saisonziel zu erreichen, aber solche Spiele darf man einfach nicht verlieren. Jetzt werden wir das Ganze intern analysieren, Gesprächsbedarf ist auf alle Fälle vorhanden. Bedanken möchte ich mich bei den Fans, die uns wieder einmal großartig unterstützt haben."
RWO-Trainer Jürgen Luginger: "In der ersten Viertelstunde hat die TuS stark angefangen, danach haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Wir haben kaum etwas zugelassen, hatten viel Ballbesitz ohne Abschluss. Nach dem Tor waren wir besser und mussten eigentlich mit Kontern das Spiel entscheiden - dann wäre auch ein 2:0 oder 3:0 möglich gewesen. Insgesamt muss ich der Mannschaft vor allem für ihre kämpferische Leistung ein Kompliment machen."
TuS Koblenz: Yelldell - Forkel (76. Geißler), Mavric, Lense, Skeraj - Hartmann (59. Rahn), Everson - Murati (46. Maletic), Melinho, Stieber - S. Kuqi
Rot-Weiß Oberhausen: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Heppke (46. Landers), Gordon, Kaya, Stoppelkamp (88. Schönfeld) - Terranova (75. Schüßler), König
Tor: 0:1 König (52.)
Zuschauer: 6.726
Spielbericht und Liveticker: Thomas Sturm
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TuSThomas Administrator


Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 22:39 Titel: |
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Koblenzer Talfahrt geht weiter - 0:1 gegen RWO
Die TuS Koblenz hat die zweite Heimniederlage der Saison kassiert. Das Team von Trainer Uwe Rapolder unterlag Rot-Weiß Oberhausen mit 0:1 (0:0). Das einzige Tor in einer schwachen Zweitliga-Partie gelang Ronny König. In der Tabelle liegt Koblenz mit fünf Punkten aus acht Spielen weiter auf Rang 16, Oberhausen bleibt in der Spitzengruppe.
Das Spiel war in der Anfangsphase ausgeglichen. Beide Teams kombinierten ordentlich von hinten heraus, blieben aber im Angriff zunächst ungefährlich. Mit zunehmender Spielzeit eroberten sich die Gäste immer mehr Spielanteile. Oberhausen wirkte technisch stärker und besser sortiert.
Die erste Fast-Chance gab es nach 38 Minuten für die Koblenzer. Der Brasilianer Melinho zog aus rund 20 Metern aus der Drehung ab, verfehlt das Tor aber um etwa einen Meter.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete: mit Ballgeschiebe und vielen Fehlpässen. In der 52. Minute aber lag der Ball plötzlich in Netz: Heinrich Schmidtgal brachte eine Ecke von links herein und Ronny König köpfte das Leder aus sieben Metern ins Koblenzer Netz. Und das, obwohl sein Gegenspieler Matej Mavric heftig an seinem Trikot zog. Die Führung für die Gäste.
Die TuS musste jetzt zwangsläufig offensiver werden - das Spiel nahm endlich Fahrt auf. Der eingewechselte Johannes Rahn köpfte eine Ecke knapp am Tor der Gäste vorbei. Auf der Gegenseite verlängerte Marcel Landers eine Flanke mit der Schulter zu König, aber TuS-Keeper David Yelldell parierte den Kopfball des Stürmers glänzend.
In der Schlussminute die beste Chance der TuS: Darko Maletic flankte von rechts und der aufgerückte Mavric köpfte den Ball an die Oberkante der Latte. So blieb es beim verdienten 1:0-Sieg für RWO. Koblenz geht in der 2. Liga schweren Zeiten entgegen.
TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen 0:1 (0:0)
Koblenz: Yelldell - Forkel (76. Geißler), Mavric, Lense, Skeraj - Hartmann (59. Rahn), Everson - Murati (46. Maletic),
Melinho, Stieber - Shefki Kuqi
Oberhausen: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Heppke (46. Landers), Gordon, Kaya, Stoppelkamp (88. Schönfeld) - Terranova (76. Schüßler), König
Schiedsrichter: Stieler (Obertshausen)
Tor: 0:1 König (52.)
Zuschauer: 6.726
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TuS-Peter Moderator


Anmeldungsdatum: 17.12.2007 Beiträge: 2937 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 09:24 Titel: |
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| Zitat: | Zweite Liga
Punkte zählen
Rot-Weiß Oberhausen, 04.10.2009, Peter Voss
RWO kommt vielen in der Liga spanisch vor. Dabei ist alles ganz einfach.
Catenaccio, Abwehrriegel, Mauerfußball? RWO-Trainer Jürgen Luginger werden in diesen Tagen seltsame Fragen gestellt. So auch von Fernseh-Journalisten nach dem 1:0 in Koblenz. Wer nicht immer hingeschaut hat, könnte tatsächlich auf die Idee kommen: 16 Punkte aus acht Spielen bei einem Torverhältnis von 9:9, da stimmt was nicht. Schau an, dreimal 1:0 gewonnen! Also Mauerfußball. |
Mehr: Der Westen |
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TuS-Peter Moderator


Anmeldungsdatum: 17.12.2007 Beiträge: 2937 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 09:26 Titel: |
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| Zitat: | Zweite Bundesliga
König köpft Kleeblätter auf Platz drei
Rot-Weiß Oberhausen, 02.10.2009, Peter Voss
Koblenz. Rot-Weiß Oberhausen hat sich völlig verdient bei schwachen Koblenzern mit 1:0 durchgesetzt und den Sprung auf Platz drei geschafft. Bis Sonntag bleiben die Kleeblätter auf jeden Fall auf dem Relegationsplatz.
In Fachkreisen wird so etwas „ein schmutziges 1:0” genannt. Doch wenn das auf der richtigen Seite geschieht, bekommt das durchaus sympathische Züge. RWO gewann Freitagabend bei TuS Koblenz 1:0 (0:0) und steht mit 16 Punkten nunmehr blendend da. Und so schmutzig war das gar nicht. Ein bisschen glücklich vielleicht, aber wegen der besseren Chancen und vor allem der deutlich intelligenteren Spielanlage verdient. |
Mehr: Der Westen |
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TuSThomas Administrator


Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 13:44 Titel: |
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Bei TuS Koblenz gibt's viel Gesprächsbedarf
Nach der Pleite gegen Oberhausen fordert Trainer Rapolder Verstärkung
Zweitligist TuS Koblenz ist am vorläufigen Tiefpunkt in der noch jungen Spielzeit angelangt. Das 0:1 gegen Rot- Weiß Oberhausen nährte die berechtigten Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft. Eine Erkenntnis, die nach nur acht Spieltagen zu denken geben sollte.
TuS Koblenz - Rot- Weiß Oberhausen 0:1 (0:0)
KOBLENZ. Für gewöhnlich gehen im Fußball die Sieger in der Stunde des Triumphes recht pfleglich mit dem unterlegenen Kontrahenten um. Ja, gelegentlich wird die Leistung des Gegners gerne auch mal überhöht, um die eigene Vorstellung noch einmal in ein besseres Licht zu rücken. Manchmal aber gibt der Mund des Gegners einfach auch nur in trockenen Worten die Realität wieder.
So geschehen am Freitagabend in den Katakomben des Stadions Oberwerth. Dort machte sich Hans- Günter Bruns in keinster Weise verdächtig, der Mannschaft von TuS Koblenz schmeicheln zu wollen. "Wir wussten, dass Koblenz nach vorne nur wenig macht. Immer nur die langen Bälle auf Kuqi, das kam uns natürlich entgegen. Das hat uns die Sache leicht gemacht", konstatierte der Manager von Rot- Weiß Oberhausen nach dem verdienten 1:0- Sieg seiner Mannschaft auf des Gegners Platz.
Die ungeschminkte Wahrheit tut mitunter weh, aber Erkenntnis ist nun mal das einzig probate Mittel auf dem oftmals beschwerlichen Weg zur Besserung. Das haben nun auch die Verantwortlichen bei TuS Koblenz endgültig registriert. Fällt doch das Fazit nach der Niederlage gegen eine zwar gut organisierte, aber beileibe nicht Furcht einflößend auftretende RWO- Elf ebenso ernüchternd wie fatal aus: Mehr geht einfach nicht mit dieser Mannschaft. Oder, wie TuS- Trainer Uwe Rapolder es ausdrückte: "Mit dieser Qualität wird es schwer, die Klasse zu halten."
Starker Tobak. Denn damit stellt der Fußball- Lehrer nicht nur die fußballerische Güte seiner Mannen, sondern auch sein eigenes Schaffen im Vorfeld der Saison infrage. Schließlich war es Rapolder, der dieser Elf das Gesicht gegeben hat. Ein Gesicht, in dem er auf einmal nur noch eine hässliche Fratze zu erkennen vermag. Um Selbstschutz bemüht, fügte Rapolder vor laufenden Kameras an: "Die Mannschaft kann trainieren, wer will, das ist ein strukturelles Problem. Darüber müssen wir reden."
Gesprächsbedarf, der - wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete - noch am selben Abend gestillt wurde. Dabei sollen der Trainer, der TuS- Aufsichtsratsvorsitzende und der Präsident des Vereins übereingekommen sein, dass der Kader noch einmal verstärkt werden muss.
Die größten Baustellen wurden gegen Oberhausen mal wieder offensichtlich. Trifft Shefki Kuqi, wie an diesem Abend geschehen, auf zwei kopfballstarke Hünen in des Gegners Abwehr, ist es um die Torgefährlichkeit in der ohnehin weder Angst noch Schrecken verbreitenden Koblenzer Offensive geschehen. Darüber hinaus fehlt ein Akteur im Mittelfeld, der für Struktur im Koblenzer Spielaufbau sorgt. Melinho allein ist mit dieser Aufgabe einfach überfordert.
Das wirft personelle Fragen auf. Kommt der von Rapolder schon seit Wochen favorisierte Mittelfeldstratege Ervin Skela nun doch? Ist der derzeit bei der TuS vorspielende arbeitslose Stürmer Abdelaziz Ahanfouf der richtige Mann, der dem Koblenzer Angriff zu mehr Durchschlagskraft verhelfen kann? Mit den Antworten sollten sich die Verantwortlichen jedenfalls nicht allzu viel Zeit lassen. Sie sind existenziell. Klaus Reimann
RZ Koblenz & Region vom Montag, 5. Oktober 2009, Seite 20. _________________
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Zuletzt bearbeitet von TuSThomas am Mo Okt 05, 2009 13:55, insgesamt einmal bearbeitet |
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Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 13:45 Titel: |
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Shefki Kuqi: Ich fühle mich allein
Zweite Liga: TuS Koblenz macht bei der Heimpleite gegen Oberhausen die Fortschritte der vergangenen Wochen zunichte
Es sollte die Wende zum Guten werden und endete im blanken Entsetzen. Nach der Heimpleite gegen Rot- Weiß Oberhausen ist im Lager der TuS Koblenz der aufkeimende Optimismus erst einmal verflogen.
TuS Koblenz - Rot- Weiß Oberhausen 0:1 (0:0)
KOBLENZ. Sie machten sich ganz langsam auf in Richtung Block 1. So, als wüssten die TuS- Spieler nicht so recht, was sie dort, wo im Stadion Oberwerth stets die treuesten Fans stehen, zu erwarten haben. 0:1 hatten die Koblenzer Zweitliga- Profis gegen Rot- Weiß Oberhausen verloren und dabei eine ziemlich schlimme Vorstellung abgeliefert. Planlos, ohne Selbstvertrauen und Torgefahr, die 90 Minuten waren wahrlich nicht schön anzusehen. Aber siehe da: Die Anhänger, die nicht schon zuvor frustriert das Weite gesucht hatten, spendeten artig Beifall. Pfiffe oder gar Schmährufe waren nicht zu vernehmen.
Es scheint, als haben die Zuschauer zwischenzeitlich eine feine Antenne dafür entwickelt, wie es um die TuS anno 2009 bestellt ist. Eine Mannschaft, die sich schwertut, angesichts der prekären Tabellensituation eine Trotzreaktion zu entwickeln und daraus Kraft zu schöpfen. "Wir haben viele kleine Fehler gemacht und sind dadurch einfach nicht ins Spiel gekommen", umschrieb Innenverteidiger Matej Mavric eines der Probleme, dem die Elf gegen wahrlich nicht überragende Oberhausener einfach nicht Herr wurde.
Was dann meistens so aussah: Nach einem ordentlichen Beginn wirkten die Aktionen zunehmend unsicherer, von Struktur oder gar Spielkultur war nichts mehr zu sehen. "Uns ist nicht viel gelungen", räumte Mavric unumwunden ein, "ich kann mir den Bruch auch nicht recht erklären." Relativ exklusiv hatte sein Nebenmann Benjamin Lense die Auffassung, "dass wir vielleicht dem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten".
Eine Einschätzung, mit der der 29- Jährige möglicherweise positive Ansätze hervorheben wollte. "Wir haben alles versucht", fügte Lense an. Eine zutreffende Analyse der Bemühungen während der 90 Minuten - aber ist das nicht die Grundanforderung an einen Profi?
Mit nahezu jeder Minute kam der Mannschaft all das abhanden, was sie sich in den vergangenen Wochen in Ansätzen aufgebaut hatte. Kaum jemand im Team wollte Verantwortung übernehmen. Der Brasilianer Melinho begann gut, verlor nach diversen Fehlpässen aber auch das Zutrauen in seinen filigranen rechten Fuß. Heraus kam ein Spiel, in dem die TuS in das Verhaltensschema verfiel, stets den Ball hoch und weit auf Shefki Kuqi zu schlagen. Eigentlich ein durchaus legitimes Mittel, wenn man denn auch entschlossen nachrückt und sich die Abpraller schnappt.
Das passierte nicht, weshalb der Finne hinterher anmerkte, "dass ich mir gegen die drei langen Jungs da vorn ziemlich allein vorgekommen bin". Irgendwann, so schien es, hatte auch der Finne resigniert und wollte nicht mehr daran glauben, dass er einen Treffer erzielen könnte. Zu einem Torabschluss kam er nicht. Kuqi: "Wir haben einfach nicht das gezeigt, was wir eigentlich können."
Der Frust im Koblenzer Lager war zweifellos auch deshalb so groß, weil die Gäste als einer der wenigen Gegner gelten, die mit der TuS eigentlich auf Augenhöhe liegen. Und doch hatte RWO während der 90 Minuten keine Mühe, die Koblenzer vom Tor fernzuhalten - Torwart Sören Pirson musste keinen schweren Ball halten. Und selbst beim finalen Kopfball von Matej Mavric, der in der Nachspielzeit auf der Torlatte landete, wäre der Schlussmann wohl zur Stelle gewesen.
Und so war der Slowene am Ende wahrscheinlich der traurigste Mensch im Stadion. In der 52. Minute hatte er sich nach einer Ecke bei seinem Gegenspieler Ronny König mehr aufs Halten und Trikotzupfen beschränkt, statt hochzuspringen. König ließ sich indes nicht irritieren und nickte den Ball zum 0:1 ein.
Ein Tor, das die kollektive Verunsicherung bei den Koblenzern noch einmal verstärkte. Eine wütende Schlussoffensive: Fehlanzeige. Auch die Systemumstellung auf ein 4- 4- 2 inklusive der Hereinnahme von Johannes Rahn als zweitem Stürmer verpuffte. Und dass der gerade erst begnadigte Darko Maletic nach sechs Monaten ohne Spielpraxis in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, sagt viel über das aktuelle Dilemma der TuS - das die meisten der 6726 Zuschauer fast schon gleichmütig über sich ergehen ließen. Sven Sabock
RZ Koblenz & Region vom Montag, 5. Oktober 2009, Seite 26. _________________
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Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 13:46 Titel: |
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Einzelkritik
David Yelldell: Ein frustrierender Abend für den TuS- Torwart. Musste kaum einen schweren Ball parieren, war beim 0:1 machtlos. Hielt die Elf durch eine Glanztat in der 74. Minute im Spiel.
Martin Forkel: Hielt Oberhausens Flügelflitzer Mike Terranova weitgehend in Schach. Erfüllte damit die Pflicht, zu mehr reichte es gegen Oberhausen nicht.
Matej Mavric: Wurde in der Defensive kaum gefordert. Sah allerdings bei der entscheidenden Szene vor dem 0:1 schlecht aus, als er gegen Ronny König nicht hochsprang. Suchte im Spielaufbau viel zu früh den langen Ball.
Benjamin Lense: Mit dem Kopf stark, fehlerbehaftet mit dem Fuß. Konnte dem Spiel aus der Defensive heraus wenig Impulse geben.
Shqipran Skeraj: Noch der beste Koblenzer. Wagte mehrfach einen Antritt auf der linken Seite, hat sich vorerst einen Platz in der Startelf gesichert.
Manuel Hartmann: Stand ziemlich neben sich. Fand keinen Rhythmus, hatte immer wieder Fehler in den Aktionen. Logische Konsequenz: Nach 58 Minuten war für den "Sechser" Schluss.
Everson: Insgesamt noch einer der Besseren. Stiebitzte im Mittelfeld viele Bälle - die er aber auch zu häufig wieder verlor. Beschränkte sich in seinen Aktionen stets auf Querpässe über drei Meter.
Aljmir Murati: Begann mit einer netten Aktion, tauchte dann aber völlig ab. Hielt kaum einen Ball - und brachte kaum einen zum Mitspieler. Blieb deshalb zur Pause in der Kabine.
Melinho: Ist mit der alleinigen Rolle des Spielgestalters überfordert. Verstrickte sich nach gutem Beginn zu sehr in aufreibenden Dribblings, verlor die Sicherheit in seinem Spiel.
Zoltan Stieber: Guter Beginn, hatte die erste Torchance der TuS. Das war"s dann aber auch für den Ungarn. Schwach bei der Ausführung der Standards.
Shefki Kuqi: Hatte es meist mit zwei Gegenspielern zu tun und blieb ohne Torabschluss - was viel über die Offensivbemühungen der TuS aussagt.
Darko Maletic: So schnell kann"s gehen: Kam aus der Verbannung zu einem 45- Minuten- Einsatz. Die Hoffnung, dass er die Offensive belebt, verflog schnell.
Johannes Rahn: Kam nach einer knappen Stunde. Hatte Pech bei einem Kopfball, ansonsten zu kompliziert.
Tom Geißler: Konnte der verunsicherten Mannschaft keinen Schub mehr geben. (sab)
RZ Koblenz & Region vom Montag, 5. Oktober 2009, Seite 26. _________________
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Anmeldungsdatum: 16.12.2007 Beiträge: 12872 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 13:46 Titel: |
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RWO ganz clever
Selbstbewusste Gäste - Rapolder als Psychologe
KOBLENZ. Es hatte am Ende schon fast etwas von einer aufreizenden Lässigkeit. Der Ball lief durch die eigenen Reihen, die Männer von Jürgen Luginger spielten ganz locker die Zeit runter. Mit 13 Punkten im Rücken lässt sich eben trefflich kombinieren, Rot- Weiß Oberhausen präsentierte sich auf dem Koblenzer Oberwerth als selbstbewusste Einheit. Inklusive eines Torjägers Ronny König, der keck zu Protokoll gab, "dass das Tor fast wie im Training fiel".
"Ich denke, wir waren nach der Führung die bessere Mannschaft", hielt der RWO- Trainer fest und lag damit nicht unbedingt auf einer Wellenlänge mit seinem Ex- Coach Uwe Rapolder, der von einem "Duell auf Augenhöhe sprach". Umso mehr beschäftigte den TuS- Trainer die Frage, warum es seiner Mannschaft nicht gelungen war, während der 90 Minuten die mentale und damit auch die fußballerische Blockade zu lösen. "Ich verstehe nicht, woher die Ängste kommen, es ist doch nur ein Fußballspiel", war Rapolder nach dem traurigen Auftritt um psychologische Aufbauarbeit bemüht. Weitere Maßnahme: Um "die Köpfe freizubekommen", gab"s übers Wochenende erstmal trainingsfrei. Ab heute beginnen dann bei der TuS die vielfältigen Aufräumarbeiten. (sab)
RZ Koblenz & Region vom Montag, 5. Oktober 2009, Seite 26. _________________
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